Beweg' dich!

Aktualisiert: Juni 17

Wer sagt, dass man beim Lernen steif und still auf einem Stuhl am Tisch sitzen muss? Wenn dein Kind in Bewegung kommt, kann sich das positiv auf das Lernen auswirken und macht mehr Spaß :-)



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Foto: Jonathan Portillo von Pexels

Der DVGS (Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V.) hat schon 2017 in einem Artikel geschrieben, dass Kinder und Jugendliche fast 70% ihrer Zeit, wenn sie wach sind, im Sitzen verbringen.


70 Prozent!?! Verrückt, oder?


Ich hab das mal nachgerechnet an meinem Sohn, 5. Klasse Gymnasium, an einem normalen Schultag. Mit "normal" meine ich Präsenzunterricht, so richtig von 8 bis mindestens 13 Uhr in der Schule...Ist ja im Moment, in dem ich diesen Beitrag schreibe, noch geprägt von Corona eher die Ausnahme.

Also nach dem Aufstehen: Frühstück - im Sitzen am Esstisch ca. 15 Minuten. Dann sitzt er nach einem kurzen Fußweg zur Bushaltestelle für 45 Minuten im Bus zur Schule. Mittags kommt natürlich die gleiche Strecke zurück mit dazu. In der Schule abzüglich der Pausen sitzt er ca. 4,5 Stunden im Unterricht. Das sind dann schon mehr als 6 Stunden ohne die restlichen Mahlzeiten, Hausaufgaben und evtl. "Bildschirmzeit" vor Fernseher, Spielekonsole u. Co.


Dass zu wenig Bewegung generell nicht gut für uns und unsere Kids ist, brauche ich glaube ich nicht mehr breit zu treten. Und das bisschen Sport, das die Kinder am Nachmittag evtl. im Sportverein machen, reicht eigentlich bei weitem nicht.


Klar machen möchte ich, dass wir Eltern uns nicht wundern dürfen, wenn unsere Kids am Nachmittag bei den Hausaufgaben eigentlich nicht mehr still sitzen wollen, unruhig zappeln und unkonzentriert sind.


Es fehlt die Bewegung!

Unbewusst meldet das Gehirn, dass es Bewegung braucht. Es verlangt nach mehr Sauerstoff, der Stoffwechsel will angeregt und der Stress reduziert werden, damit es mit der Konzentration wieder bergauf gehen kann!

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Natürlich gibt es Aufgaben, da ist es eher schwierig, viel Bewegung einzubauen. Wenn vielleicht gerade ein Aufsatz geschrieben werden muss. Obwohl da kurze bewegte Pausen auch gut tun, die Gedanken durchpusten und wieder neu motivieren. Dein Kind kann z.B. nach jedem geschriebenen Absatz kurz aufstehen und 10 Hampelmänner machen, bevor es weiter geht, oder einmal sein Lieblingslied anhören und dazu laut mitsingen und/oder tanzen.


Generell bedeutet bewegtes Lernen ja auch, dass mehr Sinne angesprochen werden und damit gehirngerecht und bestimmt auch mit Spaß gelernt wird.


Hier noch ein paar Ideen für bewegtes Lernen:

- beim Spazierengehen das Referat nebenher üben

- das 1x1 beim Gummitwist rhythmisch zum Hüpfen aufsagen

- auf einer Seite vom Raum die englischen Vokabeln verteilen, auf der anderen Seite die deutsche Übersetzung und zum Paare finden immer hin- und herlaufen oder hüpfen


Ich würde sagen: alles was Spaß macht, ist erlaubt!

Also, probiere es doch mal aus, ob dein Kind gern in Bewegung lernt. Euch fallen bestimmt noch viel mehr tolle Ideen ein.


Übrigens: mir geht es da ganz ähnlich. Mir kommen meistens beim Joggen die besten Ideen. Ich muss mir mal angewöhnen, Zettel und Stift mitzunehmen :-)




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