Mindmaps - Landkarten des Geistes

Heute möchte ich mit dir in die Welt der Mindmaps eintauchen. In der Schule werden sie - so mein Eindruck - nur viel zu selten eingesetzt. Dabei sind diese "Landkarten" ein geniales Lernmittel. Warum, klären wir im folgenden Beitrag.



Mindmap, Lerntipp, Lerntechnik
Foto: Kerstin Bertsch

Über die Bezeichnung "Landkarten des Geistes" bin ich zufällig gestolpert, als ich bei studis-online auf der Webseite war. Ich finde diese Bezeichnung für Mindmaps sehr treffend. Denn auf einer Mindmap können nicht nur Faktenwissen, sondern auch Gedanken und Ideen festgehalten werden. Das Besondere an Mindmaps ist ihre visuelle Struktur, in die das Wissen eingebunden wird.


Der Aufbau

Grob gesagt, steht in der Mitte immer ein zentrales Thema, um das herum in Unterkategorien dazu passendes Wissen (meist in Stichworten) geschrieben werden. Wir bekommen quasi eine Zusammenfassung eines Themas in Stichpunkten visuell übersichtlich dargestellt. Das Tolle daran ist, dass wir dabei die totale Flexibilität haben, zumindest, bis das Blatt zu Ende ist ;-). Wir können Äste wichtiger (also dicker) oder weniger wichtig (also dünner) darstellen, Unterverzweigungen anlegen und im Nachhinein noch Ergänzungen vornehmen.

Bei einem "normalen" Hefteintrag, Artikel, Schaubild, Tabelle usw. wird es schwierig, an der richtigen Stelle eine Ergänzung einzufügen. Oft machen wir dann eine Randnotiz mit *Sternchen, dann fällt uns noch etwas ein ** und noch etwas *** und spätestens dann wird es unübersichtlich.


Vorteile von Mindmaps - besonders beim Lernen

Neben der Flexibilität haben Mindmaps noch einige weitere Vorteile, die sich dein Kind beim Lernen zu Nutzen machen kann:

  1. Übersichtlichkeit: Wie ist es denn normalerweise, wenn dein Kind für einen Test (zum Beispiel eine Probe in Heimat- und Sachkunde) lernt? Da gibt es für gewöhnlich ein paar Hefteinträge, einige Arbeits- oder Infoblätter, ein oder mehrere Kapitel im Schulbuch und vielleicht auch noch das ein oder andere Youtube-Video. Und der Lernstoff für den Test ist darauf verteilt. Manches steht da doppelt oder ist vielleicht im Video komisch formuliert. Dein Kind blättert zwischen alldem hin und her, schaut sich die Videos nochmal an usw. Das kann schnell im Chaos enden. Bei einer Mindmap hat dein Kind alle wichtigen Inhalte des Lernstoffs übersichtlich auf einer Seite zusammengefasst. Das ewige Hin- und Herblättern und springen zwischen den verschiedenen Medien entfällt.

  2. Gehirngerechtes Lernen: Wenn dein Kind noch nie mit Mindmaps gearbeitet hat, wird es den optischen Aufbau und die Anordnung der Elemente im ersten Moment chaotisch und unübersichtlich finden. Aber sobald dein Kind gelernt hat, eine Mindmap richtig zu lesen, merkt es schnell, dass dahinter eine super Struktur steckt. Die kann sich unser Gehirn viel besser merken, als einen Text oder Hefteintrag, den wir immer von links oben nach rechts unten durcharbeiten, weil wir es so gewohnt sind. Farben und Bilder sprechen mehr Sinne an und unterstützen zusätzlich.

  3. Zeitersparnis: Du ahnst es schon: sobald das ewige Hin- und Herblättern wegfällt, spart dein Kind dadurch schon mal viel Zeit beim Lernen. Noch besser ist: wenn dein Kind die Mindmap selbst erstellt hat, fällt das ewige immer nochmal Durchlesen und Wiederholen so gut wie weg. Dein Kind hat sich dann schon automatisch intensiv mit dem Lernstoff beschäftigt, so dass kaum nochmal wiederholt werden muss.

  4. Jedes Thema ist darstellbar: Der Grundaufbau der Mindmaps bleibt immer gleich, egal welches Thema die Mindmap hat. Mit der Zeit lernt dein Kind immer schneller, die Struktur und die Inhalte der Mindmap zu erfassen. Hefteinträge und Arbeitsblätter sind dagegen oft sehr unterschiedlich.

Eigeninitiative ist gefragt

Hat dein Kind Mindmaps als geniale Lerntechnik entdeckt, ist viel Eigeninitiative gefragt. Denn wie schon erwähnt, werden sie im Unterricht viel zu selten eingesetzt. Oder so, wie es bei meinem Sohn in der 4. Klasse passiert ist: Die Lehrkraft war durchaus engagiert und hatte den guten Willen, der Klasse Mindmaps schmackhaft zu machen. Die Kids sollten ein Referat vorbereiten und dazu eine zum Thema passende Mindmap als Plakat gestalten. Die Idee war super, die Umsetzung schwierig. Denn die Lehrkraft hatte vergessen, den Kids erst mal das Thema Mindmap von Grund auf beizubringen. Es wurde den Kindern nicht erklärt, wie sie eine Mindmap richtig lesen. Und so kam bei meinem Sohn aus dem Unterricht nur an: "Schreibe das Thema groß in einen Kreis in die Mitte und drum herum die Stichworte". Netter Versuch, aber damit konnte er nicht sonderlich viel anfangen.

Jetzt hat mein Kind ja Glück, dass ich Lerncoach bin und mir die Mühe gemacht habe, ihm das alles zu erklären. Wir haben gemeinsam zu seinem Referatsthema recherchiert, die Inhalte strukturiert und mein Sohn hat die Mindmap dann gestaltet.

Aber mir ist klar, dass das bei vielen zuhause viel schwieriger ist. Viele Eltern wissen selbst gar nicht, was eine Mindmap ist oder wie man damit arbeitet, wenn sie es nicht zufällig durch ihren Beruf kennen. Und selbst wenn, haben viele Eltern gar nicht die Zeit, ihr Kind dabei so intensiv zu unterstützen.

Ich helfe euch!

Wenn dich Mindmaps auch so sehr begeistern, du aber keine Ahnung hast, wie du dein Kind da unterstützen kannst, dann kann ich dir nur meinem Familien-Onlinekurs "Einfach! Lernen" ans Herz legen. Da ich die Arbeit mit Mindmaps so genial finde, gibt es in meinem Kurs ein ganzes Modul, in dem ich mich Mindmaps widme. Ich zeige dir und deinem Kind dort von Grund auf, wie man eine Mindmap richtig liest und ihr lernt, wie man eine eigene Mindmap gestaltet mit einer einfachen Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Habe ich dein Interesse geweckt? Dann trage dich am besten in meine Warteliste ein, damit du den Kursstart nicht verpasst. Denn der Kurs wird nur kurze Zeit verfügbar sein. Alle, die sich in meine Warteliste eintragen, erhalten nach Kursstart als Bonus die Einladung zu einem separaten Live-Webinar mit mir, in dem ich alle Fragen rund um den Kurs beantworte. Also trage dich am besten gleich in meine Warteliste ein!






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